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Sony gestattet zweites betriebssystem auf der PS3 User kann es selbst installieren und starten Wie die Kollegen von Golem.de am gestrigen Freitag berichten, gestattet Sony Computer Entertainment seinen PlayStation 3 Kunden ein zweites Betriebssystem aufzuspielen bzw. zu installieren. Sony selbst bezeichnet dies als „Open Platform“ für die PS3. Mögliche Gast-Betriebssysteme werden als „Other OS“ bezeichnet. Für die Installation selbst benötigt man zwei Dateien: den „Other OS Installer“ - steht bereits als Download zur Verfügung - sowie den „Other OS Boot Loader“ vom jeweiligen Anbieter des gewünschten Betriebssystems. Um die Installation vornehmen zu können, braucht es ca. 10 GByte Platz. Im ersten Schritt muss der Boot Loader auf den vorgesehenen Platz aufgespielt werden. Im Anschluss kann dann das benötigte bzw. gewünschte Betriebssystem eingespeist werden. Wahlweise kann auch dieses System als Standardsystem verwendet werden, so dass dieses Betriebssystem anstelle des Standard-PS3- Systems gestartet wird, sobald man die Konsole in Betrieb nimmt. Ein Wechsel des Standard-Systems ist nach gegenwärtigem Stand durch längeres Drücken des Einschaltknopfes möglich. Das Einlesen der benötigten Daten kann, wie berichtet wird, von unterschiedlichen Datenträgern erfolgen. Dabei können, je nach PS3-Modell, u.a. USB-Laufwerke, Memory Sticks oder auch CD-, DVD- oder Blu-ray Medien genutzt werden. Voraussetzung sei lediglich eine FAT-Formatierung. Leider steht nach wie vor der PC als Zwischenstation für die Aktion im Weg, da die PS3 bzw. der zugehörige Web-Browser das noch nicht bewerkstelligen kann. Löschen bzw. deinstallieren lässt sich das Gastsystem nach gegenwärtigem Stand noch nicht. Die einzigen Alternativen stellen derzeit das Überschreiben durch ein anderes System dar, wahlweise auch das Formatieren des Festplattenbereiches. Sony weist indes schon darauf hin, dass es für die sogenannte Open-Platform-Software keine Hilfe vom Kundendienst geben wird. Die jeweiligen Betreiber des gewählten Betriebssystems sollten im Falle eines Problems angesprochen werden. Als Gesamtziel verfolge man mit dieser neuen Möglichkeit nicht das Schaffen der „Open Plattform“, um so für Entwickler interessant zu sein. Auch der Anwender soll seine Chancen bekommen und nutzen können. Vor allem Japan und die USA hätten bereits bewiesen, dass hier Bedarf bestehe. Zudem will man mit dieser Erweiterung auch erreichen, dass die PlayStation 3 doch als Computer angesehen wird, damit die Einfuhrzölle nach Europa für Sony reduzierbar sind.
Source: golem.de | 18.11.2006
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